Das Museum > Kulturspaziergang
Ausgehend von einer Führung durch die aktuelle Ausstellung im Museum, findet auf AnfrageDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ein geführter Kulturspaziergang zu Gedenkstätten der Künstler
und dem letzten Atelier von Anton Kolig in der Volksschule von Nötsch statt.
und dem letzten Atelier von Anton Kolig in der Volksschule von Nötsch statt.
1 Geburtshaus des Malers Franz Wiegele

Haus Wiegele Marktgemeinde Nötsch im Gailtal, Ortsteil Nötsch Bürgerliches Wohnhaus, im Kern frühneuzeitlich, in der 2. Hälfte des 19. Jhs. zum Herrenhaus umgebaut, mit ursprünglich spitzdachbesetzten Eckerkern. In den Wohnräumen der Familie von Alfred Wiegele, dem Bruder von Franz Wiegele, wurde 1998 auf Initiative des Vereines der Freunde des Nötscher Kreises das Museum des Nötscher Kreises eingerichtet. Nördlich des Hauses befanden sich die Atelier- und Wohngebäude von Franz Wiegele und Anton Kolig, die bei einem Bombenangriff am 17. Dezember 1944, dem Franz Wiegele zum Opfer fiel, zerstört wurden.
2 Lehrerwohnhaus

Das Gebäude wurde in den Jahren 1938 bis 1941 gleichzeitig mit der Volksschule in den Formen des alpenländischen Heimatstiles errichtet. Von 1946 bis zu seinem Tod 1950 wohnte hier mit seiner Familie der Maler Anton Kolig.
3 Volksschule

Erbaut in den Jahren 1938 bis 1941 als ein qualitätsvolles Beispiel für die Architektur des gemäßigt modernen alpenländischen Heimatstiles. Von 1943 bis 1950 hatte Anton Kolig hier in der mittleren Klasse des nach Süden orientierten Obergeschosses sein letztes Atelier.
4 Pfarrkirche Hl. Kanzian

Spätgotisch, in der 2. Hälfte des 15. Jhs. erbaut. Vorhalle 18. Jh. Langhaus und Chor unter Stern- bzw. Netzrippengewölben. Barocker Hochaltar um 1740 mit Figurengruppe hl. Kanzius, hl. Kanzianus und hl. Kanzianilla, um 1600. Seitenaltar um 1690 mit spätgotischer Marienfigur. Kanzel datiert 1685, am Kanzelkorb Blumenbilder. Heiliggrabkapelle mit Golgothagruppe, 1768 errichtet. An der südlichen Außenwand Darstellung eines "Feiertags-Christus", um 1500, umgeben von den Werkzeugen der an Sonn- und Feiertagen verbotenen Tätigkeiten.
5 Friedhof
An der südlichen Kirchenfassade befindet sich das Grab der Familie Michor mit dem Fresko einer Madonna mit Kind, von musizierenden Engeln umgeben, das bedeutendste erhaltene Monumentalwerk von Anton Kolig, 1927 - 29 im Auftrag von Peter Michor gemalt. An der südlichen Außenwand des Presbyteriums das Grab von Anton Kolig mit einem kleinen Mosaiktondo nach dessen Entwurf (um 1927). In der südöstlichen Ecke des Friedhofes das Grab von Franz Wiegele, an der südlichen Friedhofsmauer das Grab von Hubert Isepp, Bruder des Malers Sebastian Isepp, auf dem westlichen Friedhofsteil das Grab von dessen Nichte Christine, der Frau des Malers Gerhart Frankl.
6 Schloss Wasserleonburg

Urkundlich erstmals 1250 genannt, ursprünglich Löwenburg bezeichnet. Seit 1522 im Besitz des Villacher Handelsherrn Wilhelm von Neumann, dessen berühmte Tochter Anna Neumann von Wasserleonburg für fünf Jahrzehnte im Besitz des Schlosses blieb. Die ältesten Bauteile im Osten der Anlage, im 16./17. Jh. nach Westen erweitert. Bedeutende spätmanieristische Hoffassade, um 1650. Errichtung der Kapelle 1753/54, gleichzeitig mit dem repräsentativen Pferdestall (heute Veranstaltungssaal). 1937 verbrachte hier der abgedankte englische König Edward VIII. (Herzog von Windsor) die Flitterwochen nach seiner Heirat mit Wallis Warfried-Simpson.
7 Der alte Ortskern von Saak

Die frühesten urkundlichen Erwähnungen des Ortes erfolgten 1236 ("Sacch") und 1371 ("Saek"). Dorfgasse zu einem langgestreckten Dreiecksanger erweitert. Zweigeschossige Bauern- und Handwerkerhäuser, teilweise mit Holzobergeschoß, 16. bis 18. Jh. Am südwestlichen Ortseingang Harpfe - ein überdachtes Gerüst zur Trocknung von Getreide - ("Gailtaler Doppelharpfe") mit gemauerten Eckpfeilern, datiert 1764.
8 Geburtshaus des Malers Sebastian Isepp

Aus einer älteren Gastwirtschaft hervorgegangen, befand sich hier "Sebastian Isepps Gasthof", der von den Eltern des Malers und Restaurators Sebastian Isepp - dem gleichnamigen Vater und der Mutter Ursula Isepp - geführt wurde. Das Gebäude wohl bereits im 18. Jh. errichtet, im 19. Jh. erweitert und aufgestockt.
9 Hotel Marko, ehemaliger Gasthof Michor

Der Kernbau wurde um 1870 errichtet, 1910 aufgestockt und um risalitartige, späthistoristische Anbauten im Osten und Westen erweitert. Im ersten Stock des westlichen Gebäudeteiles befand sich bis zu dessen Übersiedelung nach Stuttgart (1928) das Atelier von Anton Kolig. In der südlich gelegenen freistehenden Gartenveranda des Gasthofes haben sich Fragmente von Fresken erhalten, deren Entstehung technisch und thematisch mit den Wandbildern zusammenhängt, die Anton Kolig gemeinsam mit seinen Stuttgarter Studenten im Klagenfurter Landhaus 1929/30 geschaffen hat (1938/39 aus politischen Gründen zerstört).
10 Bauernhaus Tschuber

Charakteristisches Kärntner Rauchküchenhaus, eines der wenigen in seiner ursprünglichen Gestalt erhaltenen Bauernhäuser des Unteren Gailtales, mit gemauertem Erdgeschoß und Obergeschoß in Holzbauweise, wohl in der 2. Hälfte des 18. Jhs. errichtet.
11 Filialkirche Emmersdorf

Spätgotischer Chor und Langhaus barockisiert. Hochaltar vor 1700 mit Figuren um 1650, hl. Bartholomäus und Anbetung der Könige um 1500. An den Seitenwänden des Presbyteriums die ehemaligen Seitenaltäre des Langhauses, um 1680 (Figuren gestohlen). Seitenaltäre mit reichem architektonischem Aufbau um 1740. Zwei Leuchterstangen mit Engelsköpfchen, vor 1700. An der südlichen Außenfassade Grabmal Moritsch aus dem "Eisengußwerk bey Mariazell", 1848 errichtet.
12 Bauernhäuser Jank und Schnabl

Beide einander parallel gegenüberstehenden Häuser im Kern wohl 18. Jh., das heutige Erscheinungsbild um 1800.
13 Barockes Wegkreuz

Mit der Darstellung des Gekreuzigten zwischen kleinen, ursprünglich bemalten Täfelchen mit der Muttergottes, dem hl. Johannes und den (nicht mehr vollständig erhaltenen) Leidenswerkzeugen; um 1750 zur Aufstellung gebracht.
14 Antoniuskapelle

Frühbarocker Bau mit polygonalem Chorschluss und kleiner offener Vorhalle. Die Innenausstattung mit Wand- und Deckenmalereien um 1886. Auf dem Altar Figuren der heiligen Apostel Petrus und Paulus, spätgotisch um 1500. Das Antependium aus dem letzten Viertel des 17. Jhs., ein volkstümlicher Schmerzensmann 18. Jh.
15 Filialkirche Hl. Nikolaus

Spätgotisch, Ende des 15. Jhs. erbaut. Der Chor netzrippengewölbt, das Langhaus unter barocker Flachdecke. Der Hochaltar um 1680 errichtet, Figuren um 1600. Rechter Seitenaltar um 1700, Figuren um 1650, linker Seitenaltar um 1680, Figuren zweier Pilgerheiliger aus der 1. Hälfte des 16. Jhs., Kanzel um 1650. Über dem Eingangsportal Bruchstück eines römischen Grabsteines aus dem 2. Jh. n. Chr.
16 Schloss Kerschenegg

Der kompakte, kubische Baukörper in der 2. Hälfte des 16. Jhs. erbaut, zweigeschossig, mit einem wohl im 17. Jh. aufgesetzten, von querovalen Fensteröffnungen belichteten Halbgeschoß. Rundbogenportal und darüberliegendes großes Fenster aus dunkelrotem Kalkstein, die übrigen Fensterumrahmungen und die Eckquaderung in Sgraffito.
17 Gemauerter Speicher

In der 2. Hälfte des 16. Jhs. errichtet, ursprünglich wohl aus gemauertem Erdgeschoß und hölzernem Obergeschoß bestehend. Eckquaderung, Fensterumrahmungen und Gesimsfriese in Sgraffito. Eisentür mit geschmiedeten Tierkopfmotiven aus der Erbauungszeit. Fresko mit Darstellung hl. Florian, datiert 1725.
18 Pfarrkirche Hl. Georg

Seit 1365 Pfarre, Kirche um 1500 neu errichtet, Chor und Langhaus netzrippengewölbt. Hochaltar um 1720 mit Figur hl. Georg zu Pferd, um 1500. Seitenaltäre um 1700, links Aufsatzfigur hl. Agatha aus der Mitte des 16. Jhs. Im Presbyterium spätgotische Figuren hl. Laurentius und hl. Stephanus, am Triumphbogen hl. Nikolaus; im Langhaus Schreinfiguren hl. Heinrich und hl. Kunigunde, um 1500. Im Chor großes Epitaph (wohl aus der Pfarrkirche von Saak hierher übertragen), nach 1587 von Anna Freiin zu Teuffenbach (geb. Neumann von Wasserleonburg) zum Gedenken an ihren Vater Wilhelm und Bruder Michael Neumann von Wasserleonburg gestiftet. Auf dem Friedhof, an der westlichen Friedhofsmauer, liegt der Maler Anton Mahringer begraben.
19 Wohnhaus des Malers Anton Mahringer

1956 nach den Vorstellungen Anton Mahringers als Wohn- und Atelierhaus für sich und seine Familie errichtet. Hier entstand das bedeutende Spätwerk des 1974 verstorbenen Künstlers.